Fasnacht in Bietigheim

Die Wobachspatzen (1)

Als sich 1960 die Wobachspatzen innerhalb der Chorvereinigung  Bietigheim gründeten, war dies der erste vereinsmäßig organisierte Versuch, die bis dahin ‘fasnetslose’ Zeit (wir haben gesehen, daß sie so ‘fasnetslos’ gar nicht war) in Bietigheim zu beenden.

 

Die erste Veranstaltung fand in der Gaststätte ‘Zur Eisenbahn’ unter dem Präsidenten Kurt Haas statt und wurde, zur Freude aller aktiven Narren, von allen Anwesenden begeistert aufgenommen. Da die Zahl der bekennenden und praktizierenden Narren noch klein war, man auch eine Kopie á la Mainz vermeiden wollte, trat seinerzeit ein Siebener-Rat auf.

 

Durch die positive Resonanz ermutigt, führte man 1961mit dem damaligen Gebirgstrachtenverein „Enzian“ eine Fasnetveranstaltung durch und begründete damit die Tradition der späteren Prunksitzungen. In die überfüllte Auainhalle zogen, zu den Klängen der Blaskapelle „Enzian“, die Aktiven unter Präsident Kurt Haas ein. Alle waren als Nachtwandler (wir würden heute ‘Hemdglonker’ sagen) gewandet, als Bajaß fungierte der spätere Präsident Kurt Lorch, als Stadtchronist agierte Helmut Burkhardt und durch das Programm führte Paul Hirsch.

 

So kam es, daß die lange Zeit ‘ungewohnte’ Fasnet auch in Bietigheim salonfähig wurde. Und weil man die ‘Kleinsten’ auch nicht vergessen hatte, wurde nun am Fasnetsonntag auch eine Kinderfasnet veranstaltet.



1964 wurde Kurt Haas als Präsident von Karl Baumert abgelöst und bereits 1965 stieg Lothar Späth, damals noch Bürgermeister in Bietigheim, in die Bütt.

 

Am 1. Januar 1966 wurden die Wobachspatzen Mitglied im Landesverband Württembergischer Karnevalvereine (LWK) und bereits 1967, anläßlich der Erhebung der Stadt zur ‘Großen Kreisstadt’, stellten die Wobachspatzen auf dem Marktplatz in Bietigheim ihr erstes Prinzenpaar vor: Prinz Eberhard I. von Olympien sowie Prinzessin Rosalind I. vom Sigelhain wurden nach der Proklamation von Herold Horst Maier feierlich inthronisiert!

Anläßlich dieses Ereignisses wurde die bisherige ‘Liselesgarde’ zur Prinzengarde ernannt und erstmals wurde der Hausorden verliehen. Vom Prinzen wurde das Leberkäsessen (die Vorläuferveranstaltung der heutigen Kelter-Veranstaltung) nach dem, ebenfalls erstmalig stattgefundenen, Rathaussturm eingeführt.

 

1970/71 wurde Prinz Heiner I. (der spätere Präsident) samt Prinzessin Marga I. im ‘Exil’ in Ingersheim inthronisiert. In diesem Jahr gab auch Bürgermeister List als Kleingärtner sein Debüt in der Bütt.

1972 löste Kurt Lorch den Präsidenten Karl Baumert im Amt ab und 1975, anläßlich des Zusammenschlusses von Bietigheim und Bissingen, fand der Rathaussturm erstmalig mit den Gesellschaften Buchfinken und d’ Würmles-bader zusammen statt. Anläßlich der Prunksitzung erhielt die Prinzengarde Ihre Standarte, die von den jetzigen Ehrenmitgliedern Kurt Lorch und Werner Staudt gestiftet worden war. An diesem Abend wurde auch erstmals der

noch heute gültige Narrenruf „Bi-Bi - Ahoi!“ vom Sitzungspräsidenten Paul Hirsch vorgestellt.

Im Jahre 1977 gab Lothar Späth sein Debüt als Sitzungspräsident, leider mußten wir bereits 1980 wieder auf ihn verzichten, da er es vorgezogen hatte, die ‘Elferratssitzungen’ der Landesregierung zu leiten. Dennoch blieb die alte Verbundenheit zu seinen ‘Spatzen’: Die Prinzengarde wurde zur Ehrengarde des Ministerpräsidenten ernannt und an jedem Fasnet-Dienstag, bis zum Ende seiner Amtszeit (1991), wurden die Spatzen zu ihm in die Villa Reitzenstein zu einem ‘Schwätzle’ eingeladen.

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CVB Wobachspatzen '60 e.V.
Postfach 1825
74308 Bietigheim-Bissingen

Telefon: 07142 375648

Fax: 07142 4695499

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