CVB Wobachspatzen 60 ätester Faschingsverin in Bietigheim-Bissingen
CVB Wobachspatzen 60 ätester Faschingsverin in Bietigheim-Bissingen

Bietigheimer Zeitung vom 07.03.2011

BIETIGHEIM-BISSINGEN, 07. MÄRZ 2011

 

Wenn der OB in die Bütt steigt

Prunksitzung-Premiere der Wobachspatzen im Liederkranzhaus Bissingen

Beste Stimmung im Liederkranzhaus: Bei der Prunksitzung der Wobachspatzen gabs etwas für Augen und Ohren. Foto: Helmut Pangerl

Ein Bürgermeister als Büttenredner, wann gibt es das schon? In der Prunksitzung der Wobachspatzen am Samstag im Liederkranzhaus Bissingen stieg mit Oberbürgermeister Jürgen Kessing ein prominenter Gast in die Bütt. "Jetzt wirds komisch", kündigte Moderator Tobias Wolf, Tobi genannt, das Zwiegespräch auf der Bühne von Schultes und Wobachspatzen-Präsident Hartmut Weiss an. Ein Geben und Nehmen kennzeichneten den närrischen Dialog, der beim Publikum großen Zuspruch fand und sichtlich auch bei dem Bundestagsabgeordneten Eberhard Gienger sowie den Stadtparlamentsmitgliedern Ewald Wildermuth und Eva Jahnke Schmunzeln hervorrief. Der "abgesetzte" Stadtobere war in Steelers-Trikot und Bauhelm zur Prunksitzung erschienen und unterstrich damit hintersinnig eine gewisse Neigung zu Bauprojekten in der Stadt.

Buch und Arkaden waren dann auch die ersten Schlagworte, die Präsident Weiss in gereimter Form einbrachte. Fakten zu verwenden, denn nicht alles was die Zeitung schreibe sei wahr, bat Kessing sein Gegenüber und musste zuerst mal die holde Lieblichkeit Prinzessin Dana I. wachküssen. Und zum von Weiss angesprochenen einst geplanten Hotelneubau samt Tiefgarage reimte Kessing in närrischer Manier: "Denn da bin ich strikt dagegen, dass meine Stadträte stundenweise die Zimmer belegen."

Klar, dass auch das Hotel mit wehenden Fahnen, Eisstadion und Sportpark, das Kronenzentrum und das alte Postgebäude als Themen im Bütten-Duell amüsant beäugt wurden. Auch der Handel in der Altstadt, die Parkplatzsituation am Bahnhof und ein Lob für den Winterdienst des Bauhofes fanden sich in den Reimen der Büttenredner wieder. Und auf die Frage Kessings zu einem geforderten "Umzug in der Fassenacht, ob ihr das wohl wieder macht?", antwortete der Präsident: "Erfolg ist nur garantiert, wenn sich jeder engagiert."

Ohne Zweifel war das "Duo für zwei" ein Höhepunkt im Programm, das mit viel Applaus belohnt wurde. Mächtig Beifall der Besucher heimste überdies der von Monika Agreiter und Katharina Kirchert einstudierte Schautanz "Die drei Musketiere" der Prinzengarde ein. Und wenn das Männerballett "Die rote Tanzgarde" die "Stachelbeerbeine" im Rhythmus schwingt, dann ist das allemal eine lustige Angelegenheit. Für das Auge waren die Schau- und Gardetänze der Mini- und Kindergarde mit dem Dschungelbuch, der Jugendgarde als "Baseballs", die Kinderpolka der acht- bis zwölfjährigen Mädchentanzgruppe und die Showtänze des Tanzpaares Katharina Kirchert und Marc Ziegler sowie Tanzmariechen Katha.

Heraldische Fanfarenklänge und das kunstvolle Fahnenschwingen werden bei den Wobachspatzen als Tradition hochgehalten. Viel Wert wird auf die Nachwuchspflege gelegt, was der siebenjährige Leon auf der Bühne mit gekonntem Schwung unter Beweis stellte. Zusammen mit dem Fanfarenzug unter der Leitung von Herrmann Dautel zeigte die von Günter Füller trainierte Fahnenschwinger-Gruppe ihr Können. Dies zudem mit einer Schwarzlichtshow, die das Publikum ins Staunen versetzte.

"Luschdige Bruat" nennt sich die Guggenmusik aus Göttelfingen, die mit konzertanten Beiträgen von den üblichen schrägen Tönen etwas abwich und damit im Saal des Liederkranzhauses ebenfalls Stimmung erzeugte. In die Bütt stiegen auch Karl-Heinz Schlamelcher und Elke Schäfer sowie die 15-jährige Tabea, die damit ihren "Papi" überraschte und gleichzeitig von der Schwierigkeit, ein Teenie ohne Führerschein zu sein, erzählte.

"Unter den Dächern von Bietigheim", hieß das Motto der Prunksitzung, das das Bühnenbild eindrucksvoll wiedergab. Das Darunter war in der Tat gefüllt mit närrischen und stimmungsvollen Schmankerln.


Redaktion: RUDI KERN

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